Der Chaco in Paraguay

April 20th, 2012
Ruta 9 Transchaco

Ruta 9 Transchaco

Ich will da hin?! Eine der unwirtlichsten und reizvollsten Gegenden in Paraguay. Glühende Hitze in den Sommermonaten, monatelang keine Niederschläge. Kein oder kaum nutzbares Grundwasser durch den salzhaltigen Boden. Viel Staub und salzige Luft. Und doch leben im paraguayischen Chaco viele Menschen.

In den 30ger Jahren kamen viele Russlanddeutsche, vertriebene um hier ein neues friedliches Leben zu beginnen. Verschont von den politischen Verfolgungen im der damaligen Sowjetunion. Was diese neuen Siedler aus aller Herren Ländern im Chaco alles vollbracht haben lesen Sie in diesem Beitrag.

Mein erster Besuch im Chaco führt mich nach Filadelfia, ich dachte mal schauen wie die Menoniten so Leben. Gehört habe ich ja schon vieles, aber ich mache mir gerne selbst ein Bild und bilde mir meine eigene Meinung. Denn was dem einen gefällt ist dem anderen ein Dorn im Auge.

Morgens fahre ich los, in der Hoffnung schnell an mein Ziel zu kommen. Doch die 500 Kilometer nehmen kein Ende, doch die Fahrt durch die herrliche Landschaft entschädigt für vieles. Mir bis dahin unbekannte Tiere kreuzen meinen Weg, leider liegen auch auf der Straße viele überfahrene Gürteltiere und Schlangen.

Zuhause der Yacare (Krokodile)

Zuhause der Yacare (Krokodile)

Kleiner Steg zum Beobachten der Yacare

Kleiner Steg zum Beobachten der Yacare

...und dann die Schlachtung eines Yacare

...und dann die Schlachtung eines Yacare

Die Vegetation ändert sich, es wird zunehmend trockener und deswegen viel Heißer. Der Wind bläst ständig Staub von den anliegenden Weiden der großen Estancias auf die Strasse. Der Übergang vom feuchten Chaco zum trockenen Chaco ist ansonsten kaum zu bemerken. Endlich ist die Hälfte geschafft. Der Straßenzustand war bis hier her doch erstaunlich gut.

Durchweg asphaltiert und kaum Löcher auf der Fahrbahn. Der Verkehr war mäßig, eigentlich kaum was los, obwohl ich in der Woche Reise. Angekommen am Kilometer 249. Im Parador Pirahu auf der Ruta Transchaco gibt es eine gute Gelegenheit eine Pause einzulegen. Eine kleine Stärkung und Erfrischung für mich und Diesel und eine Scheibenwäsche für mein Auto.

Kurioses Pfahlhaus am Fluss Montelindo

Kurioses Pfahlhaus am Fluss Montelindo

Guter Dinge setze ich nach einer Stunde Rast meine Tour fort. Pozo Colorado, erreicht nach ca. dreißig Minuten. Hier befindet sich der Abzweig der Ruta 5 nach Conception. Ich bleibe jedoch auf der Ruta 9 zu meinem Ziel. Nach scheinbar endlosen Kilometern nähere ich mich der Kreuzung wo ich rechts nach Filadelfia abbiegen kann. Noch vierzehn Kilometer und ich bin am Ziel angelangt. Filadelfia, im paraguaischen Chaco.

Gegründet 1931 als Mennonitenkolonie unter der Verwaltung der Kolonie Fernheim. Circa 13000 Menschen leben in und um Filadelfia in 25 Dorfern. Die Bewohner leben vorrangig von Ackerbau, Viehzucht und der Milchwirtschaft. Verarbeitet werden unter anderem Erdnüsse und Sesam. Gebucht habe ich im Hotel Florida. Gelegen an der Hauptstraße des Ortes.

Knapp verfehlt beim ersten Versuch, denn ich habe die kleine Einfahrt übersehen die zwischen zwei Gebäuden liegt, Ehrenrunde im Ort. Mache ich doch gerne. Mein erster Eindruck? Das Hotel ist sehr gepflegt und es wird auch Deutsch gesprochen. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren habe ich mein Zimmer bezogen und mich gleich danach auf den Weg zum Pool gemacht.

Viele Gäste des Hotels hatten dieselbe Idee. Erfrischung bei 44 Grad im Schatten. Der Zufall wollte das auch eine Sonnenliege im Schatten auf mich wartete… Nun treffen nach und nach auch meine Bekannten aus allen Richtungen des Landes ein.

Fliegender Händler im Chaco

Fliegender Händler im Chaco

Der ereignisreiche Tag neigt sich schon dem Ende zu, in der Dämmerung gibt es eine komplett andere Geräuschkulisse wie bei mir zu Hause, die Nächte im Chaco sind unbeschreiblich schön, klarer Himmel, Sterne wohin das Auge blickt und ein frisches kühles Bier zum Genießen, serviert am Pool.

So sehen Männerträume aus… (^^ich habe das Gefühl das dazu noch irgendetwas fehlt ;-) )

Was mich morgen erwartet und was mir bei den Indianern widerfährt berichte ich demnächst im zweiten Teil meiner Chacoreise.

Reiseservice und Hausbetreuung - Banner

Impressionen aus Paraguay

März 29th, 2012

Südamerika – Urlaub und Entspannung

März 3rd, 2012

Paraguay - Mercado Quadro in Asuncion - Gemüsestand

Paraguay?

Ein Land  mit vielfältigen touristischen Attraktionen und viel Sonne.

Wie Sie richtig Ihren Urlaub genießen und trotzdem viel kulturelles Erleben erfahren Sie in diesem Artikel.

Den Urlaub im schönen Paraguay verbringen ist für viele ein langgehegtes Ziel. Nicht alleine wegen der schönen Landschaften, sondern auch weil hier jeder das findet was er zum Entspannen und erholen braucht.

Landschaften und Leute sind geprägt von der Ruhe die man bei uns in Deutschland kaum noch vorfindet. Sonnengarantie kann man in den meisten Fällen geben, wenn es auch an manchen Tagen im Winter recht frisch sein kann.

Paraguay ist im Sommer wie Winter ein beliebtes Urlaubsziel für Europäer. Wer sich für einen Urlaub in Paraguay entscheidet, trifft mit einem mindestens drei Wochenaufenthalt eine besonders gute Wahl.  Ohne Stress und ohne Hektik kann man so das Land bereisen und die schönsten Orte und Plätze des Landes besichtigen.

Tagestouren und mehrtägige Ausflüge sind in Paraguay noch erschwinglich. Übernachtungen in ausgesuchten Hotels machen den Aufenthalt sehr angenehm. Gepflegte Poolanlagen und kleinen zum Hotel gehörende Parks lassen den Alltag vergessen. Sie bieten Privatsphäre und die Option, seinen wohlverdienten Urlaub nach seinem eigenen Rhythmus zu verleben.

Die eingefleischten Südamerikafreunde sieht man am ehesten an den weniger überlaufenen Plätzen des Landes, während andere Touristen meistens die in den Reiseprospekten angepriesenen Orten aufhalten.

Welcher Region, beziehungsweise welchen Orten man immer den Vorzug gibt, Paraguay besticht  auch durch seine Vitalität und seine hervorragende südamerikanische  Küche.

Landschaftlich gibt es ungeheuer viel zu erleben. Das eher junge Land hat, wie kaum einer vermutet, ein reichhaltiges Angebot an historischen Orten und Schauplätzen. Egal ob man einen historischen Urlaub erleben möchte oder im modernen Stiel durch das Land ziehen will…

Dank der vielen touristischen Routen bei denen man die schönsten Ausblicke genießen kann spürt man überall das besondere Ambiente. Diese Leichtigkeit, hat dazu geführt, dass Paraguay sich ständig steigender Besucher erfreut und sich als Reiseland bereits seit einigen Jahren mit auf den obersten Plätzen steht.

Den Kulturfans unter den Ihnen bietet Paraguay unzählige Attraktionen. Kultur-Trips für einen erlebnisreichen Tag. Zur Entspannung nach einem Ausflug bieten sich die vielen Straßencafes an, dort bekommt man einen Cappuccino oder ein kühles Bier das man an einem schattigen Platz genießen kann.

In Paraguay kann man sich am Tag ins aufregende, quirlige Leben stürzen und am Abend die Ruhe im Garten Ihres Hotels oder Ihrer Unterkunft zu Ende bringen.

Bannerwerbung von Paraguay - Tourist

 

 

Asuncion… kennen Sie die ganze Geschichte? (Teil2)

Februar 17th, 2012

Asuncion - Statur auf dem Berg Lambare

Asuncion als Tagesausflug

Alle die Asuncion und die nähere Umgebung der Hauptstadt besser kennen lernen möchten und mehr sehen wollen wie in den Prospekten diverser Reiseanbieter beschrieben wird,  eine spezielle Ergänzung zum Teil 1 (Asuncion… kennen Sie die ganze Geschichte).

Dieser Tagesausflug Tour Asuncion beinhaltet unter anderem den Besuch im Botanischer Garten (Jardin Botanico) mit seinem Naturkundemuseum und einem kleinen Zoologischen Garten. Der Tierpark  im  botanischen Garten zeigt die Artenvielfalt der in Südamerika lebenden Tiere.  Der Besuch ist praktisch für jeden Paraguay Besucher ein Muss.

Der Pettirossi Markt… mit über 1600 Ständen deckt er das gesammte Warenangebot paraguays ab, zu unglaublichen Preisen… Gerüche und Markttreiben wie man es sonst nur aus dem Orient kennt.

Diese typische südamerikanische Marktatmosphäre strahlt auf den Besucher eine unbeschreibliche Faszination aus. Unglaublich sind auch angebotenen Waren. Von der Stecknadel bis zum riesigem Elektrogerät ist alles vorhanden.

Im Kontrast zum Mercado Quadro, wie der Markt auch genannt wird stehen die modernen Shoppingcenter im Zentrum der Stadt. Natürlich spiegelt sich das auch in der Preisgestaltung der großen Shoppingcenter nieder.
Erleben Sie Unterschiede.

Ein Besuch ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert.

Mercado Quadro in Asuncion - Gemüsestand

Im Mercado Quadro – Immer frische s Gemüse im Angebot.

Mercado Quadro in Asuncion - Gewürze

Im Mercado Quadro -  Gewürze aus dem ganzem Land gibt es hier.

Mercado Quadro

Natürlich gibt es auch jede Menge an Kleidung.

 

 

Sicher ist Sicher

Januar 8th, 2012

Testeintrag

Moderne Einkaufscentren und Mercado Quadro – Lust auf Shopping?

Dezember 25th, 2011

Asuncion Mariscal Lopez Shopping

Die modernen Shoppingcentren in Asuncion lassen bei dem geneigten Einkäufer kaum Wünsche offen. Die     Angebote gehen über Schmuck, Schuhe, Kleidung, Elektrogeräte, Heimelektronik und allerlei Sachen für den täglichen Bedarf hinaus.

Shopping del Sol… Multi Plaza… Mscal. Shopping… Unicenter…. um nur einige zu nennen sind auf jeden fall einen Besuch wert. Kleine Restaurants und Cafe´s laden zum Verweilen nach einer hoffentlich erfolgreichen   Einkaufstour ein. Also… Kreditkarten oder genug Bargeld einstecken und los geht´s…
Der Pettirossi Markt… auch Mercado Quatro genannt… der große Markt mit seinen über 1600 Ständen gleicht einer kleinen Stadt in der Stadt. Die besondere Atmosphäre strahlt auf den Besucher eine unbeschreibliche Faszination aus… enge Gassen, die die verschiedensten Stände für das bunte Warenangebot beherbergen, laden dazu ein, alle Dinge des täglichen Bedarfes, die im typischen südamerikanischen Durcheinander angeboten werden, zu begutachten.

Eindrücke und Erlebnisse, die Sie sich keinesfalls entgehen lassen sollten.

Sie tragen sich mit dem Gedanken ein Fahrzeug in Paraguay anzuschaffen? Dann sollten Sie sich unbedingt die zahlreichen Autohändler in der Automeile in Asuncion anschauen.

Die Händler laden ein zur Probefahrt und machen Ihnen sicherlich ein gutes Angebot für Ihr neues Auto. Sehr beliebt sind im Moment kleine preiswerte Geländewagen in Pologröße. Preiswert und zuverlässig. Sprechen Sie mit uns,wir bringen Sie hin.

* Nicht vergessen: Wie jedes Jahr gibt es die Sparwochen im Februar und März. Buchen Sie rechtzeitig um sich Ihren Wunschtermin zu sichern.

Was hat Eisen mit Naturschutz gemeinsam?

November 28th, 2011
Eisengiesserdenkmal in La Rosada

Eisengiesser

Naturschutzgebiete und Nationalparks in Paraguay

Einer der schönsten Naturparks  in Paraguay ist  – La Rosada -  Ybycui.

Dieser Nationalpark liegt eingebettet in hügeliger bewaldeter Landschaft mit resten von Urwald der ehemals für die gesammte östliche Region typisch war. Das Territorium umfasst mehr als 5000 Hektar und wurde 1973 als Nationalpark gegründet. Zahlreiche kleine Bächer durchziehen den Park und bilden damit einen Idealen Ausgangspunkt zum Wandern, Baden und Erholen.

Allein 15 Wasserfälle die ihr kühles Naß in natürliche Felsbecken ergießen und zum Baden einladen befinden sich hier. Gespeist von den 20 Quellen die unaufhörlich sprudeln. Der Nationalpark wurde in zwei Zonen aufgeteilt.

Die historische Zone (Zona Historica) beherbergt die ehemalige im Jahr 1975 nach originalen Plänen rekonstruierte Eisengießerei mit einem kleinem Museum und vielen Denkmälern aus der Zeit des als noch Eisen gegossen wurde. Hinweistafeln erzählen die 19 jährige Geschichte über das schwere Leben als Arbeiter in den Minen sowie als Eisengießer. In Betrieb war sie von 1850 – 1869, damit eine der ersten Eisengießereien Südamerikas.

Im verherenden Triple Allianz Krieg der von 1864 bis 1870 wütete wurde der strategisch wichtige Ort von den uruguayischen und den brasilianischen Truppen zerstört um die Kriegsproduktion zu stoppen.

Eisen wurde gegossen zum Bau von Schiffen und Maschinen und später in erster Linie für Kriegsmaterialien. La Rosada bildet den perfekten Ausgangpunkt um die unberührte Natur zu genießen und die Geschichte des 19. Jahrhunderts zu erleben.

 

 

Versenkt!

Oktober 28th, 2011

Naturschutzgebiete und Nationalparks in Paraguay

Nationalpark Vapor Cue…

Nationalpark Vapor Cue - Einfahrt

Nationalpark Vapor Cue

ein Ort mit geschichtlicher Bedeutung. Ein Freiluftmuseum am Ufer des Rio Vapor Cue in dem sich die Reste der paraguayischen Marine befinden.

Wracks der sieben Schiffe die die Marine selbst im August 1869 im Triple Allianz Krieg versenkt hat damit sie nicht in die Hände feindlicher Truppen gelangen.

Die Schiffe Salto del Guaira, Piraveve, Rio Apa, Ypora, Rio Blanco und Anhambay wurden geborgen, restauriert… und können besichtigt werden. Das kleine Museum beherbergt die geborgenen Überreste der einst glorreichen Marine Paraguays.

Durch die alten Seekarten und Schiffsausrüstungen kann man sich gut in die in die letzten Tage der Seemänner hineinversetzen.

Ein Naturpark den der Paraguay -Besucher unbedingt gesehen haben muß.

Am Rio Paraguay und Besuch bei den Maka Indianern

Oktober 7th, 2011
Am_Rio_Paraguay

Idylle am Rio Paraguay

Der Rio Paraguay trennt das Land in zwei unterschiedliche Vegetationszonen. Das südöstliche Paraguay, in dem 98 Prozent der Bevölkerung in einer sehr fruchtbaren Region leben und den Chaco, einer eher trockenen und heißen Zone mit einer einzigartigen und der vielfältigsten Tierwelt in Südamerika.

Beide Zonen bestechen durch ihre jeweils typischen Artenvielfalt der Pflanzen,- und Tierwelt.

Wir besuchen die am Rio Paraguay ansässigen Fischhändler und genießen den phantastischen Ausblick über den Fluß. Die Leckerbissen sind der Surubi und der Dorado.

Der Besuch bei dem Stamm der Maka, dem noch größten existierenden Indianerstamm Paraguays, gibt uns einen kleinen Einblick über die eher bescheidene Lebensweise im 12 Hektar großen Reservat.

Sie Leben seit der Umsiedlung aus dem Chaco im Jahr1933 in der Nähe des Botanischen Gartens am Rio Paraguay.

Die Haupteinnahme ist die Herstellung und der Verkauf von indianischen Schmuck aus natürlichen Rohstoffen und Baumwolltaschen in allen Variationen.    In der freien Übersetzung bedeutet Maka – eigendlich unseres -.

Geburtstag_Haupling

Geburtstagsfeierlichkeiten

Wer möchte kann sich für einen kleinen Betrag mit den Indianern in traditionellem Outfit fotografieren lassen.

Diese unten gezeigten Fotos der ausgedehnten Feierlichkeiten gibt es nur zu besonderen Anlässen wie hier zu Ehren des Geburtstages vom Häuptling Andres Chemhei.

 Mit jedem Tag verlieren die Maka – Indianer mehr von ihrer Identität. Dre Fortschritt macht auch bei ihnen nicht halt. Schon in der nächsten Generation werden die Makas einen enormen Umbruch erleben.

 

Die Jesuiten – Ruinen Trinidad del Parana und Jesus de Tavarangue

September 24th, 2011

Mehrtagesreise mit Übernachtung in Bella Vista. Reisebeschreibung und Kulturelles.

Geschichtliches über die Christianisierung in Paraguay

Kolonialisierung der neuen Welt bedeutet auch immer Christianisierung,
so schickte die spanischen Könige Priester nach Paraguay.

Im 17. Jahrhundert ließen sich im Süden von Ostparaguay in der Nähe von Bella Vista Jesuitenpadres nieder , die sehr schnell großen Einfluss gewannen. Sie gründeten 1706 unter anderem die Reduktionen Jesus de Tavarangue und Trinidad de Parana.

Deren Bauwerke heute restauriert und gut erhalten von der Unesco als Weltkulturerbe eingestuft wurden.

Die Indios kannten vor der Christianisierung kein Gemeinwesen, die Stämme waren meistens untereinander zerstritten. Das Bewirtschaften von Land, Ackerbau oder Viehzucht, und der Bau von Häusern sowie das anlegen von Mauern und Wegen waren ihnen völlig unbekannt.

Die Padres brachten Bildung Kunst und Musik nach Paraguay. Unter deren Leitung erreichten die Kollonien enormen wirtschaftlichen Aufschwung und wurden damit zum Staat im Staat.

Binnen weniger jahrzehnte gelang es den Jesuiten 36 landwirtschaftliche Ansiedlungen zu schaffen die aus dem nichts entstanden.

In den einzelnen Reduktionen lebten zwischen 4000 und 10000 Indianer die unter der Anleitung der Jesuiten das fruchtbare Land urbar machten. Zeitweise standen bis zu 200000 Menschen unter dem Einfluß des Jesuitenordens bei dem das gemeinwesen im Vordergrund stand.

Der seinerzeit herrschenden Oberschicht in Paraguay waren die Entwicklungen der gut funktionierenden Wohngemeischaften ein Dorn im Auge. Man erreichte das der spanische König Carlos der 3. um 1767 den Ordensstaat zerschlug.

Die nun führelos gewordenen Reduktionen unterstanden ab sofort der spanischen Verwaltung, was zur Folge hatte, daß die Gemeinden sehr schnell zerfielen.

Die drei Tage – Reise.

Am frühen Morgen fahren wir auf der Ruta 1 in Richtung Süden nach Encarnation.
Vorbei an den Städten Paraguari, San Juan Bautista, Santa Rosa, Carmen del Parana um nur einige zu nennen.

Während der Fahrt nach Bella Vista können wir an interessanten Orten jederzeit einen Fotohalt einlegen oder das ganze nach Ihren Wünschen gestalten.

Die Zeit nach dem Einchecken im Hotel kann jeder  für eine kleine Erfrischung im hoteleigenem Pool nutzen bevor es zur kurzen Stipvisite in das kleine Zentrum von Bella Vista geht.

Am Ankunftstag besichtigen wir den Ortskern, mit seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Einige übergroße Quampas, die Wahrzeichen von Bella Vista und vieles mehr.

Tag 2: Besichtigung der Jesuiten – Reduktionen Trinidad del Parana und Jesus de Tavarangue.

Am letzten Tag nach dem Frühstück brechen wir auf zur Besichtigung einer Yerba Mate Fabrik. Hier lernen wir den gesammten Prozeß der Yerba Verarbeitung kennen.

Anschließend besuchen wir das sehr informative Heimatmuseum in Bella Vista. Die viele sehenswerten Relikte der damaligen Neuankömmlinge lassen uns praktisch die Zeit noch einmal zurückdrehen und uns an deren Leben Teilhaben.

Altes Ackergerät, Dampfmaschinen und die ersten Fahrzeuge von Bella Vistas Einwohnern sind im Pavillon und Freigelände ausgestellt.

Es war einmal im Jahr 2008…

Juli 2nd, 2011

Heute schwelgen wir mit einer wahren Begebenheit  in den Erinnerungen über die einst glorreiche Eisenbahn in Paraguay. Zu Zeiten der schlechten Straßen und wenigen Autobussen hat die Eisenbahn fast den gesamten Transport übernommen. Heute nicht mehr vorstellbar.

Um den Tourismus in Paraguay anzukurbeln fuhr seit 2004 ein Touristenzug mit dem wohlklingenden Namen “Train del Lago´´. Zusammengesetzt aus zwei sehr schönen und gut restaurierten Waggons und der ebenfalls in sehr guten Zustand gehaltenen Dampflok Carlos Antonio Lopez der von 1844 – 1862 Präsident in Paraguay war.

Die interessanten Fahrten begannen in der Bahnstation Botanischer Garten (Estacion Botanico) in Asuncion. Heute dient der Bahnhof als Abstellplatz für die noch verbliebenen Schienenfahrzeuge. Er ähnelt einem kleinen Museum.  Dampfloks, Waggons, altes Gerät und sogar ein restaurierter Schienenkran ist zu bestaunen und zu begehen. Für den Eisenbahnfan eine wahre Fundgrube.

Nach wenigen Kilometern erreichten wir Luque. Hier wurde die Fahrt mit dem Touristenzug für etwa dreißig Minuten unterbrochen um in Ruhe den Bahnhof zu bestaunen und die ebenfalls noch bestehenden Güterwaggons zu besichtigen.  Diese  verfallen leider immer mehr, werden als Wohnraum von der paraguayischen Bevölkerung zweckentfremdet und der Zahn der Zeit tut sein übriges. Ihren Charme und die Ausstrahlung haben sie jedoch noch nicht verloren.

Auf der Fahrt nach Aregua versetzte eine Gruppe von Schauspielern die Reisenden in die Zeit vor einhundert Jahren zurück. Verkleidet als Musikanten, Händler oder als `normale` Reisende brachten sie das Flair dieser Zeit nahe. Zusammen mit ihren Hühnern, Schweinen und Papageien sorgten diese Reisenden mit Musik und Gesang und allerlei Darbietungen für Kurzweil, die Zeit verging so rasant das man kaum bemerkte das wir schon in Aregua angekommen waren.

Hier war der Aufenthalt von zwei Stunden eingeplant, ausreichend für einen Abstecher zum Ypacarai See und den ausgiebigen Besuch der Innenstadt mit den herrschaftlichen Häusern,  früher wohnten hier die gut situierten Asuncioner Familien. Sie nutzten ihre Anwesen in Aregua als Sommersitz oder als Wochenendresidenz. Das reichhaltige Angebot an Keramik und Kunstgewerbe ist Aregua noch heute weit über Landesgrenzen bekannt. Die kunsthandwerklichen Fähigkeiten sind enorm. Das Angebot geht vom filigranen Schmuck bis zum Kitsch, für jeden Geschmack etwas.

Mit vielen lauten Pfeifen wurden die Fahrgäste darauf aufmerksam gemacht dass es Zeit ist nach Asuncion zurückzuehren. Die Rückfahrt nach Asuncion im Ambiente wie vor einhundert Jahren ließen uns das Gefühl dieser Zeit nachempfinden. Holpern, Ruckeln, Schienenstöße und Kühe auf dem Gleis, wie in guten alten Zeiten. Wie das immer so ist mit dem Reisen, wenn es am schönsten gehen sie zu Ende. Mit vielen eindrücken und neuen Erfahrungen kehren wir Heim…

Leider musste der Personenverkehr 2008 wegen einer Entgleisung in Luque eingestellt werden. Geschuldet dem schlechtem Zustand der Gleise und dem Gleisbett, sowie der Schienenschwellen, die eigentlich kaum noch vorhanden waren, aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.  Der geringe Fahrpreis deckte  bei weitem nicht die hohen Kosten für eine Reparatur des gesamten Schienenstrangs bis vorerst bis Aregua. Pläne existieren viele zur Reanimation der Strecke, wie überall  fehlt es an den diversen Geldern.

Zu wünschen wäre es, dass die Strecke saniert wird. Bis Encarnation  und Cuidad del Este. Der Güterverkehr (Transit) nimmt tagtäglich zu und strapaziert die Straßen die sich auch nicht mehr im besten Zustand befinden…

Noch mehr Informationen und Zeitzeugen zur Eisenbahngeschichte Paraguays gibt es im Eisenbahnmuseum in Asuncion. Mein Tipp: empfehlenswert.   Näheres gibt es bei uns zu erfahren mit der Tour: Auf den Spuren der paraguayischen Eisenbahn, Besichtigung historischer Orte.



Vom Reisen und anderen Kleinigkeiten.

Juni 27th, 2011

Wie immer pünktlich… wie meistens schönes Wetter. Los geht es…  von Asuncion nach Aregua, dem idyllisch eingebettetem  Naherholungsgebiet am Lago Ypacarai. Ein kleines  Künstlerstädtchen das weit über die Landesgrenzen  bekannt ist durch seine Keramik und  Schmuckherstellung. Von Generation zu Generation  werden die handwerklichen Fähigkeiten des  Töpferhandwerks und der Schmuckbearbeitung sowie die Geheimnisse um die  Herstellung weitergegeben. Eine kurze Stippvisite am  See und dann geht schon es weiter in das circa 14 Kilometer entfernte Ypacarai mit seiner Mautstelle an der Ruta 2 die wir zügig passieren um dann in Richtung San Bernardino zu fahren.

Das von Einwanderern gegründete San Bernardino ist die Sommerstadt schlechthin, vom Dezember bis in den März hinein trifft sich hier alles was Rang und Namen hat um in den Sommermonaten zu Feiern und zu Tanzen. Zahlreiche Discotheken und Events an den Wochenenden machen die Stadt zum Anziehungspunkt der Asuncioner Familien. Die ideale Lage am See macht SanBer, wie die Stadt umgangssprachlich genannt wird, zu der Touristenattraktion im Departemento Zentral.

Nach dem Besuch der Sehenswürdigkeiten fahren wir über Altos und Atyra nach Tobati, dem kleinen Dörfchen der Holzschnitzerkunst. Besser bekannt durch die Herstellung von Ziegeln und Keramik in seine zahlreichen kleinen und großen Ziegeleien.  Nicht zu vergessen ist die Tabakproduktion rund um Tobati.

Caacupe… Wallfahrtsort und religiöser Mittelpunkt in Paraguay. Katoliken aus ganz Paraguay besuchen in den Wochen um den 8. Dezember die Basilika Nuestra Senora de los Milagros um die Jungfrau Maria zu verehren. Zahlreiche ambulante Händler bieten dort ihre waren an und haben dadurch den besten Verdienst  des ganzen Jahres. Leider ist durch den riesigen Strom der Menschenmassen auch das Verkehrschaos vorprogrammiert. An den großen Landstraßen nach Caacupe befinden sich in dieser Zeit Sicherheitskräfte und Polizei und humanitäre Einrichtungen leisten erste Hilfe bei Notfällen und kleineren Blessuren. Hauptsächlich Blasen an den Füssen und kleinere Verletzungen sind die Folgen der oftmals Kilometerweiten Wanderungen. Außerhalb dieser Zeit ist Caacupe eine Stadt wie so viele in Paraguay.

Wenige Kilometer entfernt liegt eingebettet in der hügligen Landschaft der Cordilieren  die Stadt Piribebuy. Durch den Triple Allianzkrieg (1869) erreichte diese Stadt eine traurige Berühmtheit wegen seiner blutigen Schlachten die die Stadt fas dem Erdboden gleichmachten.

Ganz anders der Badeort Chololo an der Verbindungsstraße nach Paraguari. Mit seinen kleinen Wasserläufen und zahlreichen  kleinen Wasserfällen lädt er seine Besucher zum Verweilen ein um ein erfrischendes Bad im Kristallklaren Wasser zu nehmen. Dort befindet sich ein kleines Restaurant mit dazugehörigem Campingplatz. Das riesige Areal kann man gut zu einem entspannenden Spaziergang nutzen.

Vor uns liegt der Weg nach Paraguari, ein malerischer Anblick mit exzellenter Aussicht auf die Felsen des Altosgebirges. Die Stadt  liegt herrlich eingebettet in einer weitläufigen Talebene. Auch hier fanden sehr blutige Schlachten statt. Paraguari und Cerro Porteno gegen den argentinischen General Belgrano.

Wir durchfahren Paraguari und kommen auf unsere Strecke nach Yaguaron. Nach 135 Jahren wurde die Kirche San Buenaventura endlich fertig gestellt, den Besichtigung darf man sich auf keinen Fall  entgehen lassen. Alonso de Buenaventura erbaute diese wunderschöne Kirche die im Jahre 1775 erst seine Vollendung erfahren sollte. Die Franziskaner Kirche besitzt eine von Indianern in sehr filigraner Schnitzkunst hergestellten Altar, über die Jahrhunderte hat er nichts von seiner Brillanz und Ausstrahlung eingebüßt. Die aus Pflanzen hergestellten Farben sind frisch wie am ersten Tag.

Rein äußerlich wirkt die im barockem und europäische Stil Kirche von Yaguaron eher schlicht, der einfache Glockenturm wurde im laufe der Zeit immer wieder zweckentfremdet als Wachturm benutzt. Durch die beidseitigen Säulengänge die durch ihre Einfachheit bestechen wirkt die Kirche sehr unauffällig zur inneren Schönheit  die sich als ein wahres Meisterwerk indianischer Schnitzkunst entfaltet und das seines gleichen sucht.

Goldglänzenden Säulen und Skulpturen verzieren den prachtvollen Altar, die in Form eines Bechers hergestellte Kanzel ist reich verziert mit Heiligenfiguren die uns  Geschichten aus der Bibel näherbringen.  Mit der Anleitung der Franziskaner haben die Guarani – Indianer ein wahres und einmaliges  Werk geschaffen.

Nicht nur die vielen Indianer waren damals fleißig… auch die Natur hat ein sensationelles Wahrzeichen geschaffen. Den Aufstieg auf den  imposanten  Felsen von Yaguaron sollte jeder unbedingt wahrnehmen. Von dort ist eine exzellente Ausicht auf  die Stadt und die umliegenden Berge von Acahay und Paraguari. Dieser wunderbare Moment entschädigt für den schweißtreibenden Weg nach oben.

Diese Erlebnisse der  etwa acht Stunden andauernden Rundfahrt im Goldenen Dreieck werden sie noch lange in Erinnerung behalten.

Asuncion… kennen Sie die ganze Geschichte? (Teil 1)

Juni 23rd, 2011

Juan de Salazar Espinoza gründete 1537 Asuncion, die Hauptstadt von Paraguay. Die kleine und gemütlich anmutende Stadt zählt nur rund 1.2 Millionen Einwohner und nimmt damit im Vergleich zu anderen Welthauptstädten einen ganz besonderen Rang ein.

Kleine Märkte und moderne Einkaufszentren sowie unzählige Geschäfte befinden sich im Zentrum von Asuncion und in deren Außenbezirken. Es gibt praktisch nichts was es nicht gibt.  Angefangen bei den Dingen des täglichen Bedarfs und Luxusgütern. Indianisches Kunsthandwerk wird auf den Straßen von Asuncion von den Makaindianern die im nahem Reservat leben, zum Verkauf angeboten.

Straßenverkäufer bieten ihre Waren an, kleine Kioske verkaufen alles was das tägliche Leben erfordert, diese Mischung bildet die Kulisse für das unglaubliche Verkehrsgewühl in Asuncion. Kleine Straßencafes laden nach einem erfolgreichem Einkaufsbummel zum Verweilen ein. Von hier aus kann man ganz in Ruhe bei einem kühlen Drink das quirlige Stadtleben beobachten.

Die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt laden zur Besichtigung ein, der antike  Bahnhof von 1861 beherbergt ein grandioses Eisenbahnmuseeum dessen Besuch man auf keinen Fall verpassen sollte. Im  Herzen der Stadt befinden sich die teilweise sehr schön restaurierten Häuser im Kolonialstiel  der damaligen alteingesessenen Asuncioner Familien.

Nicht zu Vergessen sind der Heldenplatz, die Kongreßhalle, der Palacio de Gobierno (Regierungspalast), das Cabildo, dem ehemaligen Sitz der Legeslative und das Haus der Kultur sowie die Katetrale.  Am Rio Paraguay lässt sich excellent pausieren um den Fischern bei der Arbeit zuzuschauen und den vielen häufig verkehrenden Wassertaxis bei ihrer Überfahrt  zu beobachten.

 

Paraguay liebt Sie.

Juni 22nd, 2011

Bienvenido  auf meinem neuen Blog!
Ich habe hier vor,  in Zukunft einige von mir gemachten  Tourismusreisen zu veröffentlichen.
Außerdem gibt es hin und wieder Berichte zu den aktuellen Geschehnissen in Paraguay zu lesen.

Dies ist der Offizieller Blog vom  Hausbetreuungs- und Reiseservice Paraguay-Tourist zum Thema Tourismus und Sicherheit in Paraguay. Tourismus in Paraguay ist der Kernpunkt dieses Blogs. Ich  informiere Sie  über die neuesten Nachrichten zu diesem vielseitigen und interessanten Thema.

Auf meinem Blog gibt es die wichtigen Informationen die Sie für Ihren           zukünftigen Paraguaybesuch brauchen. Reisen Sie mit uns zu den  touristischen Sehenswürdigkeiten des Landes, erfahren Sie allerlei wissenswertes über den kleinen Binnenstaat Paraguay im Zentrum Südamerikas.   Reisen Sie kompfortabel und mit  freier Zeiteinteilung  ohne Stress und Hektik zu Ihrem Wunschziel.  Sei es in die großen Touristikzentren oder in die fast unberührte Natur.  Sie haben die Wahl.

Lassen Sie sich faszinieren von der atemberaubenden Natur, der Flora und Fauna dem scheinbar unbeschwerten Leben der Paraguayer,  dem quirligen Durcheinander in den Städten. Jeder Ort für sich genommen hat seine Reize die Sie auf jeden Fall  auskosten sollten.  In Paraguay treffen Sie  stehts auf aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen, darum… mischen Sie sich unters Volk.  Sie werden begeistert sein.

In Paraguay wird schon der Stop an der Ampel zur Attraktion,  Gaukler und Jongleure verkürzen mit ihren Darbietungen die Wartezeit. Für uns  aus dem alles bis ins kleinste Detail  geregelten Europa ist dies vollkommen unvorstellbar. Eine gute Portion Neugier wird Ihnen so manches unvergessliche Erlebnis bescheren.