Es war einmal im Jahr 2008… Infos zur Eisenbahngeschichte in Paraguay

Juli 2nd, 2011

Heute schwelgen wir mit einer wahren Begebenheit  in den Erinnerungen über die einst glorreiche Eisenbahn in Paraguay. Zu Zeiten der schlechten Straßen und wenigen Autobussen hat die Eisenbahn fast den gesamten Transport übernommen. Heute nicht mehr vorstellbar.

Um den Tourismus in Paraguay anzukurbeln fuhr seit 2004 ein Touristenzug mit dem wohlklingenden Namen „Train del Lago´´. Zusammengesetzt aus zwei sehr schönen und gut restaurierten Waggons und der ebenfalls in sehr guten Zustand gehaltenen Dampflok Carlos Antonio Lopez der von 1844 – 1862 Präsident in Paraguay war.

Die interessanten Fahrten begannen in der Bahnstation Botanischer Garten (Estacion Botanico) in Asuncion. Heute dient der Bahnhof als Abstellplatz für die noch verbliebenen Schienenfahrzeuge. Er ähnelt einem kleinen Museum.  Dampfloks, Waggons, altes Gerät und sogar ein restaurierter Schienenkran ist zu bestaunen und zu begehen. Für den Eisenbahnfan eine wahre Fundgrube.

Nach wenigen Kilometern erreichten wir Luque. Hier wurde die Fahrt mit dem Touristenzug für etwa dreißig Minuten unterbrochen um in Ruhe den Bahnhof zu bestaunen und die ebenfalls noch bestehenden Güterwaggons zu besichtigen.  Diese  verfallen leider immer mehr, werden als Wohnraum von der paraguayischen Bevölkerung zweckentfremdet und der Zahn der Zeit tut sein übriges. Ihren Charme und die Ausstrahlung haben sie jedoch noch nicht verloren.

Auf der Fahrt nach Aregua versetzte eine Gruppe von Schauspielern die Reisenden in die Zeit vor einhundert Jahren zurück. Verkleidet als Musikanten, Händler oder als `normale` Reisende brachten sie das Flair dieser Zeit nahe. Zusammen mit ihren Hühnern, Schweinen und Papageien sorgten diese Reisenden mit Musik und Gesang und allerlei Darbietungen für Kurzweil, die Zeit verging so rasant das man kaum bemerkte das wir schon in Aregua angekommen waren.

Hier war der Aufenthalt von zwei Stunden eingeplant, ausreichend für einen Abstecher zum Ypacarai See und den ausgiebigen Besuch der Innenstadt mit den herrschaftlichen Häusern,  früher wohnten hier die gut situierten Asuncioner Familien. Sie nutzten ihre Anwesen in Aregua als Sommersitz oder als Wochenendresidenz. Das reichhaltige Angebot an Keramik und Kunstgewerbe ist Aregua noch heute weit über Landesgrenzen bekannt. Die kunsthandwerklichen Fähigkeiten sind enorm. Das Angebot geht vom filigranen Schmuck bis zum Kitsch, für jeden Geschmack etwas.

Mit vielen lauten Pfeifen wurden die Fahrgäste darauf aufmerksam gemacht dass es Zeit ist nach Asuncion zurückzuehren. Die Rückfahrt nach Asuncion im Ambiente wie vor einhundert Jahren ließen uns das Gefühl dieser Zeit nachempfinden. Holpern, Ruckeln, Schienenstöße und Kühe auf dem Gleis, wie in guten alten Zeiten. Wie das immer so ist mit dem Reisen, wenn es am schönsten gehen sie zu Ende. Mit vielen eindrücken und neuen Erfahrungen kehren wir Heim…

Leider musste der Personenverkehr 2008 wegen einer Entgleisung in Luque eingestellt werden. Geschuldet dem schlechtem Zustand der Gleise und dem Gleisbett, sowie der Schienenschwellen, die eigentlich kaum noch vorhanden waren, aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.  Der geringe Fahrpreis deckte  bei weitem nicht die hohen Kosten für eine Reparatur des gesamten Schienenstrangs bis vorerst bis Aregua. Pläne existieren viele zur Reanimation der Strecke, wie überall  fehlt es an den diversen Geldern.

Zu wünschen wäre es, dass die Strecke saniert wird. Bis Encarnation  und Cuidad del Este. Der Güterverkehr (Transit) nimmt tagtäglich zu und strapaziert die Straßen die sich auch nicht mehr im besten Zustand befinden…

Noch mehr Informationen und Zeitzeugen zur Eisenbahngeschichte Paraguays gibt es im Eisenbahnmuseum in Asuncion. Mein Tipp: empfehlenswert.   Näheres gibt es bei uns zu erfahren mit der Tour: Auf den Spuren der paraguayischen Eisenbahn, Besichtigung historischer Orte.

Vom Reisen und anderen Kleinigkeiten. Tour im goldenen Dreieck.

Juni 27th, 2011

Wie immer pünktlich… wie meistens schönes Wetter. Los geht es…  von Asuncion nach Aregua, dem idyllisch eingebettetem  Naherholungsgebiet am Lago Ypacarai. Ein kleines  Künstlerstädtchen das weit über die Landesgrenzen  bekannt ist durch seine Keramik und  Schmuckherstellung. Von Generation zu Generation  werden die handwerklichen Fähigkeiten des  Töpferhandwerks und der Schmuckbearbeitung sowie die Geheimnisse um die  Herstellung weitergegeben. Eine kurze Stippvisite am  See und dann geht schon es weiter in das circa 14 Kilometer entfernte Ypacarai mit seiner Mautstelle an der Ruta 2 die wir zügig passieren um dann in Richtung San Bernardino zu fahren.

Das von Einwanderern gegründete San Bernardino ist die Sommerstadt schlechthin, vom Dezember bis in den März hinein trifft sich hier alles was Rang und Namen hat um in den Sommermonaten zu Feiern und zu Tanzen. Zahlreiche Discotheken und Events an den Wochenenden machen die Stadt zum Anziehungspunkt der Asuncioner Familien. Die ideale Lage am See macht SanBer, wie die Stadt umgangssprachlich genannt wird, zu der Touristenattraktion im Departemento Zentral.

Nach dem Besuch der Sehenswürdigkeiten fahren wir über Altos und Atyra nach Tobati, dem kleinen Dörfchen der Holzschnitzerkunst. Besser bekannt durch die Herstellung von Ziegeln und Keramik in seine zahlreichen kleinen und großen Ziegeleien.  Nicht zu vergessen ist die Tabakproduktion rund um Tobati.

Caacupe… Wallfahrtsort und religiöser Mittelpunkt in Paraguay. Katoliken aus ganz Paraguay besuchen in den Wochen um den 8. Dezember die Basilika Nuestra Senora de los Milagros um die Jungfrau Maria zu verehren. Zahlreiche ambulante Händler bieten dort ihre waren an und haben dadurch den besten Verdienst  des ganzen Jahres. Leider ist durch den riesigen Strom der Menschenmassen auch das Verkehrschaos vorprogrammiert. An den großen Landstraßen nach Caacupe befinden sich in dieser Zeit Sicherheitskräfte und Polizei und humanitäre Einrichtungen leisten erste Hilfe bei Notfällen und kleineren Blessuren. Hauptsächlich Blasen an den Füssen und kleinere Verletzungen sind die Folgen der oftmals Kilometerweiten Wanderungen. Außerhalb dieser Zeit ist Caacupe eine Stadt wie so viele in Paraguay.

Wenige Kilometer entfernt liegt eingebettet in der hügligen Landschaft der Cordilieren  die Stadt Piribebuy. Durch den Triple Allianzkrieg (1869) erreichte diese Stadt eine traurige Berühmtheit wegen seiner blutigen Schlachten die die Stadt fas dem Erdboden gleichmachten.

Ganz anders der Badeort Chololo an der Verbindungsstraße nach Paraguari. Mit seinen kleinen Wasserläufen und zahlreichen  kleinen Wasserfällen lädt er seine Besucher zum Verweilen ein um ein erfrischendes Bad im Kristallklaren Wasser zu nehmen. Dort befindet sich ein kleines Restaurant mit dazugehörigem Campingplatz. Das riesige Areal kann man gut zu einem entspannenden Spaziergang nutzen.

Vor uns liegt der Weg nach Paraguari, ein malerischer Anblick mit exzellenter Aussicht auf die Felsen des Altosgebirges. Die Stadt  liegt herrlich eingebettet in einer weitläufigen Talebene. Auch hier fanden sehr blutige Schlachten statt. Paraguari und Cerro Porteno gegen den argentinischen General Belgrano.

Wir durchfahren Paraguari und kommen auf unsere Strecke nach Yaguaron. Nach 135 Jahren wurde die Kirche San Buenaventura endlich fertig gestellt, den Besichtigung darf man sich auf keinen Fall  entgehen lassen. Alonso de Buenaventura erbaute diese wunderschöne Kirche die im Jahre 1775 erst seine Vollendung erfahren sollte. Die Franziskaner Kirche besitzt eine von Indianern in sehr filigraner Schnitzkunst hergestellten Altar, über die Jahrhunderte hat er nichts von seiner Brillanz und Ausstrahlung eingebüßt. Die aus Pflanzen hergestellten Farben sind frisch wie am ersten Tag.

Rein äußerlich wirkt die im barockem und europäische Stil Kirche von Yaguaron eher schlicht, der einfache Glockenturm wurde im laufe der Zeit immer wieder zweckentfremdet als Wachturm benutzt. Durch die beidseitigen Säulengänge die durch ihre Einfachheit bestechen wirkt die Kirche sehr unauffällig zur inneren Schönheit  die sich als ein wahres Meisterwerk indianischer Schnitzkunst entfaltet und das seines gleichen sucht.

Goldglänzenden Säulen und Skulpturen verzieren den prachtvollen Altar, die in Form eines Bechers hergestellte Kanzel ist reich verziert mit Heiligenfiguren die uns  Geschichten aus der Bibel näherbringen.  Mit der Anleitung der Franziskaner haben die Guarani – Indianer ein wahres und einmaliges  Werk geschaffen.

Nicht nur die vielen Indianer waren damals fleißig… auch die Natur hat ein sensationelles Wahrzeichen geschaffen. Den Aufstieg auf den  imposanten  Felsen von Yaguaron sollte jeder unbedingt wahrnehmen. Von dort ist eine exzellente Ausicht auf  die Stadt und die umliegenden Berge von Acahay und Paraguari. Dieser wunderbare Moment entschädigt für den schweißtreibenden Weg nach oben.

Diese Erlebnisse der  etwa acht Stunden andauernden Rundfahrt im Goldenen Dreieck werden sie noch lange in Erinnerung behalten.

Paraguay Infos – Asuncion… kennen Sie die ganze Geschichte? (Teil 1)

Juni 23rd, 2011

Juan de Salazar Espinoza gründete 1537 Asuncion, die Hauptstadt von Paraguay. Die kleine und gemütlich anmutende Stadt zählt nur rund 1.2 Millionen Einwohner und nimmt damit im Vergleich zu anderen Welthauptstädten einen ganz besonderen Rang ein.

Kleine Märkte und moderne Einkaufszentren sowie unzählige Geschäfte befinden sich im Zentrum von Asuncion und in deren Außenbezirken. Es gibt praktisch nichts was es nicht gibt.  Angefangen bei den Dingen des täglichen Bedarfs und Luxusgütern. Indianisches Kunsthandwerk wird auf den Straßen von Asuncion von den Makaindianern die im nahem Reservat leben, zum Verkauf angeboten.

Straßenverkäufer bieten ihre Waren an, kleine Kioske verkaufen alles was das tägliche Leben erfordert, diese Mischung bildet die Kulisse für das unglaubliche Verkehrsgewühl in Asuncion. Kleine Straßencafes laden nach einem erfolgreichem Einkaufsbummel zum Verweilen ein. Von hier aus kann man ganz in Ruhe bei einem kühlen Drink das quirlige Stadtleben beobachten.

Die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt laden zur Besichtigung ein, der antike  Bahnhof von 1861 beherbergt ein grandioses Eisenbahnmuseeum dessen Besuch man auf keinen Fall verpassen sollte. Hier gibt es Infos zur längst vergangenen Epoche der Eisenbahngeschichte in Paraguay. Im  Herzen der Stadt befinden sich die teilweise sehr schön restaurierten Häuser im Kolonialstiel  der damaligen alteingesessenen Asuncioner Familien.

Nicht zu Vergessen sind die Sehenswürdigkeiten wie der Heldenplatz, die Kongreßhalle, der Palacio de Gobierno (Regierungspalast), das Cabildo, dem ehemaligen Sitz der Legeslative und das Haus der Kultur sowie die Katetrale.  Am Rio Paraguay lässt sich excellent pausieren um den Fischern bei der Arbeit zuzuschauen und den vielen häufig verkehrenden Wassertaxis bei ihrer Überfahrt  zu beobachten.

Alle Infos zu den Touren können Sie hier erfahren. Teil 2 der Geschichte finden Sie hier.

Paraguay liebt Sie. Touren und Infos zu Paraguay.

Juni 22nd, 2011

Touren und Infos zu Paraguay.

Dies ist der Offizieller Blog vom  Reise – Service Paraguay zum Thema Tourismus und Sicherheit in Paraguay. Tourismus in Paraguay ist der Kernpunkt dieses Blogs. Ich  informiere Sie  über die neuesten Nachrichten zu diesem vielseitigen und interessanten Thema.

Auf meinem Blog gibt es die wichtigen Informationen die Sie für Ihren           zukünftigen Paraguaybesuch brauchen. Reisen Sie mit uns zu den  touristischen Sehenswürdigkeiten des Landes, erfahren Sie allerlei wissenswertes über den kleinen Binnenstaat Paraguay im Zentrum Südamerikas.   Reisen Sie kompfortabel und mit  freier Zeiteinteilung  ohne Stress und Hektik zu Ihrem Wunschziel.  Sei es in die großen Touristikzentren oder in die fast unberührte Natur.  Mit unseren Touren liegen Sie immer richtig. Sie haben die Wahl.

Lassen Sie sich faszinieren von der atemberaubenden Natur, der Flora und Fauna dem scheinbar unbeschwerten Leben der Paraguayer,  dem quirligen Durcheinander in den Städten. Jeder Ort für sich genommen hat seine Reize die Sie auf jeden Fall  auskosten sollten.  In Paraguay treffen Sie  stehts auf aufgeschlossene und hilfsbereite Menschen, darum… mischen Sie sich unters Volk.  Sie werden begeistert sein.

In Paraguay wird schon der Stop an der Ampel zur Attraktion,  Gaukler und Jongleure verkürzen mit ihren Darbietungen die Wartezeit. Für uns  aus dem alles bis ins kleinste Detail  geregelten Europa ist dies vollkommen unvorstellbar. Eine gute Portion Neugier wird Ihnen so manches unvergessliche Erlebnis bescheren.